#Community – Rausgegangen, AGORA Köln & HUS.institute beim Interactive Festival

#Community – Rausgegangen, AGORA Köln & HUS.institute beim Interactive Festival

Am 16. und 17. August hatte das Interactive Festival 2017 zum Austausch der digitalen Kreativszene geladen. Rund um die fünf Themenschwerpunkte Retail, Community, Media/VR, Sports und Growth gab es ein buntes Programm!

Interactive Festival & Panel

Zum fünften Mal fand in diesem Jahr das Interactive Festival statt. Was dort passiert?

Beim INTERACTIVE Festival trifft digitale Kultur auf Wirtschaft. Bei der fünften Ausgabe begrüßen wir Experten aus den fünf Themenschwerpunkten: Retail, Community, Media/VR, Sports und Growth. In Vorträgen, interaktiven Panels und Workshops gibt es geballtes Wissen und die neuesten Erkenntnisse aus unserer digitalisierten Gesellschaft.

Zum Panel „Build a Community – Keep the Community“ waren Kölns Experten zum Thema geladen: Tim Betzin für Rausgegangen.de, Martin Herrndorf für AGORA Köln | Tag des guten Lebens und Franziska Barth vom Liechtensteiner HUS.institute. Moderiert wurde die Diskussion von Anja Backhaus.

Rausgegangen.de

Bei einer Panel Discussion zum Thema Community darf Tim Betzin mit Rausgegangen natürlich nicht fehlen. Letztes Jahr hat sein Team eine Crowdfunding Kampagne für das Community Projekt erfolgreich abgeschlossen.

RAUSGEGANGEN –
DEINE STADT, DEIN TAG,
DEINE INSPIRATION

Jeden Tag geben wir dir ausgewählte Tipps – unabhängig, subjektiv und immer anders. Sei offen für Neues, entdecke deine Stadt und triff Menschen, die genauso gerne rausgehen wie du!

Im Sommer 2015 sind ist Rausgegangen.de mit ihrer App gestartet und sind – angefangen mit einem Newsletter an 30 Freunde – mittlerweile allein auf Facebook auf eine Community von fast 89.000 Follower gewachsen!

AGORA Köln | Tag des guten Lebens

Noch nicht lang ist es her, da haben viele von Euch sich beim Tag des guten Lebens in Deutz getroffen. Ein Veedelsfest der besonderen Art, denn Autos begegnet man in dem Veedel an diesem Tag nicht.

Der Tag des guten Lebens: Kölner Sonntag der Nachhaltigkeit. Ein Tag ohne Autos – für Experimente, für Grün, für das Gute Leben.

Wie man sich das Projekt vorstellen kann?

Zum vierten Mal gehören die Straßen eines ganzen Kölner Stadtteils für einen Tag den Anwohnern. Die Bürgerinitiative Köln veranstaltet am 18. Juni 2017 den Tag des guten Lebens in Köln Deutz und gibt den Bewohnern des Viertels damit die Möglichkeit ihren Stadtteil einen Tag lang so zu gestalten, wie sie ihn sich wünschen. 30 Straßen werden hierfür in dem Gebiet zwischen Gotenring, Mindener und Siegburger Straße für den motorisierten Verkehr gesperrt. Der dadurch entstehende Freiraum kann für die Bewohner, Vereine und Initiativen sowie Künstler als Labor für Ideen und gemeinsame Aktionen genutzt werden.

Zum Thema Community ist Martin in jeden Fall ein guter Ansprechparter – mit dem COLABOR Köln mit diversen dort entstandenen Community Projekten rund um Nachhaltigkeit hat er eine der aktivsten Communities der Stadt gegründet.

The HUS.institute

Das HUS.institute ist vielen vermutlich noch unbekannt, bisher kehrt das Team von HUS „noch eher vor der eigenen Haustür“, in diesem Fall in Liechtenstein.

The HUS.institute is a think tank to explore the transformation of the old economy into the digital modern era. We critically convoy decision makers on their way to the necessary shift in perspective and world-view supporting the digital transformation towards an economically as well as ecologically sustainable present and future.

Das HUS.institute ist also gerade noch dabei, seine Community auszubauen, setzt als Think Tank aber stark auf Community-getriebene Dynamiken rund um das Thema Nachhaltigkeit.

Communities – Wie aufbauen, wie behalten?

So unterschiedlich die einzelnen Communities der verschiedenen Projekte sind, so einig sind sich die Diskutanten in einigen Punkten.

Authentizität ist der Kern, ein gemeinsames Thema oder Ziel immer hilfreich, Interaktion und Partizipation unverzichtbar.

Partizipation

Jede der Communities hat sich vor allem dadurch entwickelt und ist gewachsen, dass ihre Initiatoren Leute „mitgenommen“ und mit ihnen gemeinsame Themen haben, die sie umtreiben. Mitmachen, mitgestalten und eine persönliche Connection sind Voraussetzung für rege Interaktion.

Kann das auch mal krachen? Klar, erzählt Martin Herrndorf: „Wenn man Leuten sagt, dass sie aktiv mitmachen können, haben sie natürlich auch eine gewisse Erwartungshaltung. Wenn dann mehrere Alpha-Männchen aufeinander treffen, kann das auch mal knallen.“

Community = Demokratie?

Dies brachte die Frage auf´s Panel, ob jede Community automatisch demokratisch geführt sein muss? Jein, wäre wohl die zusammenfassende Antwort.

Natürlich funktioniert eine Community nur, wenn Beteiligung mehrerer Menschen stattfindet, aber in einem sind sich auch alle einig: Damit Dinge nicht endlos diskutiert und nicht umgesetzt werden, muss es ein Kernteam geben, das gewisse Verantwortlichkeiten übernimmt und Entscheidungen trifft. Immer gern im Konsens, nicht zwangsläufig immer basisdemokratisch.

Dynamische Stabilität

„Dynamische Stabilität“ nannte Martin dieses Paradox: „Einerseits braucht eine Community eine gewisse Stabilität, ein Kernteam, Menschen die Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen. Andererseits muss sie unbedingt dynamisch sein. Hier gilt es, die Balance zu finden.“

Das trifft es doch ziemlich gut. In diesem Sinne wünschen wir allen, die am Aufbau einer Community arbeiten ein gutes „trying to find a balance“!

 

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