Blockwhat?! – All Things Blockchain!

All Things Blockchain – Ein Annäherungsversuch

Zum vierten Mal ludt trimplement am Mittwoch zum Finfinity Fintech Meetup und diesmal hieß es „All Things Blockchain“. Auch dieses Mal waren wieder spannende Speaker am Start und wir fanden den Abend auch für bislang Ahnungslose sehr lohnenswert!

Daher haben wir uns mal an den Versuch gemacht, den Vorhang des Nichtwissens auch für Fintech und Coding Laien zu lüften.

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Was ist überhaupt Blockchain?

Die Gründerszene zitiert Johannes Kuhn mit einer kurzen Definition:

Die Blockchain ist ein digitaler Kontoauszug für Transaktionen zwischen Computern, der jede Veränderung genau erfasst, sie dezentral und transparent auf viele Rechner verteilt speichert. Damit ist die Information nicht (oder nur mit ungeheurem Aufwand) manipulierbar und verifiziert.

Aber was ist es nun, was das disruptive Potential von Blockchain für die Finanzwelt mit sich bringt?

Die übergeordnete Idee seiner Blockchain ist es, einen weltweiten Austausch von Werten zu ermöglichen – ohne einen Oberaufseher, komplizierte Verifizierungsverfahren oder Gebühren. Aber genau von diesen Vorgängen leben viele Banken. Die Idee des Blockchain ist durch die virtuelle Währung Bitcoin entstanden. Aber sie hat das Potenzial, weit mehr als nur das Finanzsystem zu verändern. Bei Zahlungsvorgängen mit Bitcoins müssen im Gegensatz zu anderen Methoden keine Informationen wie Kartennummern, Namen oder Adressen preisgegeben werden. Auch fallen fast keine Gebühren an, von denen zum Beispiel Kreditkartenunternehmen derzeit sehr gut leben. (Gründerszene)

Beschrieben wurde die Idee einer „verteilten Datenbank“ also erstmals in einem White Paper zu dem dezentralen Zahlungssystem und der digitalen Kryptowährung Bitcoin, entwickelt 2008 von dem Pseudonym Satoshi NakamotoAuch hier läuft die Abwicklung dezentral und über das Internet, was eine zentrale Abwicklungsstelle (wie etwa Banken) überflüssig macht und die Geschwindigkeit von Transaktionen so massiv beschleunigt.

Beispiel Smart Contracts

Auch die Art und Weise, wie heute Verträge zustande kommen oder Urheberrechte verwaltet werden, könnte sich dramatisch verändern. (Gründerszene)

Smart Contracts, also computerbasierte Vertragsabwicklung, sind ein Anwendungsbeispiel. Diese sind allerdings gar nicht so neu, wie man denken könnte. Bereits 1994 beschrieb Jurist und Informatiker Nick Szabo bereits:

A smart contract is a computerized transaction protocol that executes the terms of a contract. The general objectives of smart contract design are to satisfy common contractual conditions (such as payment terms, liens, confidentiality, and even enforcement), minimize exceptions both malicious and accidental, and minimize the need for trusted intermediaries. Related economic goals include lowering fraud loss, arbitration and enforcement costs, and other transaction costs.

Auch hier sind Vorgehensweise und auch Einsparungmöglichkeiten ähnlich angelegt:

Vereinfacht gesagt, sind Smart Contracts also Transaktionsprotokolle bzw. Programme, die automatisch und permanent, also quasi „live“, die Bedingungen eines Vertrags kontrollieren und ggf. einzelne Bestimmungen eines Vertrags automatisiert ausführen. Die Kontrolle und Einhaltung basiert dabei auf den Smart Contracts zu Verfügung gestellten Daten(banken). Durch die automatisierte Abwicklung von Verträgen lassen sich ferner immense Kosten, mithin „Mittelsmänner“ einsparen. (Datenschutzbeauftragter-info.de)

Ein spannendes Feld, was sich – wie unter anderem die Verbindung mit dem Rechtswesen zeigt – längst aus der reinen Fintech Nische heraus entwickelt hat. Die Anwendungsgebiete außerhalb des Finanz- und Paymentsektors sind mittlerweile zahlreich.

Die Verbindung des Internets der Dinge mit FinTech Anwendungen und dem Blockchain Prinzip schafft neue Konzeptionen, die bisher eher dem Genre Science Fiction zuordenbar waren. Die Anwendungsbeispiele für Smart Contracts sind dabei so vielfältig wie das Recht selbst. Bei dieser Verschmelzung von Code und Recht erlangen das Datenschutzrecht und die IT-Sicherheit eine ganz neue Bedeutung. (Datenschutzbeauftragter-info.de)

Wer sich für weitere spannende Anwendungsbereiche interessiert, dem empfehlen wir die Speaker des Finfinity Meetup #4 – Andrei Martchouk (KI-Finance), Marguerite Arnold (MedPayRx) und Aleksander Kampa (Sikoba).

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