Design Thinking & Gesundheit – für Gute Arbeit im Coworking

Design Thinking & Gesundheit – für Gute Arbeit im Coworking

Ein Gastbeitrag von Jannik Schäfer

Die Tage von statischen Großraumbüros sind gezählt. Flexible, innovative Arbeitsformen feiern ihren Siegeszug. Das wissen Wir als Coworker am allerbesten. Die Zukunft des Büros liegt in der Kollaboration und den Mehrwerten die ein interdisziplinärer Austausch mit sich bringt. Dieser Austausch ist frei, offen und unkompliziert, am Arbeitsplatz der Zukunft wird Wissen geteilt. Dabei spielt die geistige aber auch die körperliche Ausgeglichenheit eine zentrale Rolle.

In Zeiten einer sich wandelnden Bürokultur im Bereich der breiten Masse sind Wir ständig unterwegs, auf der Suche nach neuen Abenteuern. Als Freiberufler, Selbständige oder Remote-Worker ist Arbeit längst nicht mehr ortsgebunden, und trotz dieser Freiheit oft getrieben von Termindruck und einem hohen Stresslevel. Das muss nicht sein! Im Hier und Jetzt, mehr denn je, avanciert Gesundheit am Arbeitsplatz zu einem der zentralen Themengebiete in der Diskussion um Gute Arbeit. Das Beste ist, Wir können etwas für unsere Gesundheit tun, mit dem Bewusstsein uns einen ausgeglichenen Arbeitsalltag zu schaffen.

Ausgeglichenheit am Arbeitsplatz ist als einer der Erfolgsfaktoren für Gute Arbeit zu identifizieren. Das Beste ist, Wir können, ohne großen Aufwand, etwas für unsere Gesundheit tun. Es bedarf in erster Linie das Bewusstsein uns einen bewusst, ausgeglichenen Arbeitsalltag zu schaffen. Stellt sich nun die Frage: Wie können Wir als Coworker ganz bewusst Ausgeglichenheit schaffen?

Für meine Begriffe sollten Wir erkennen, dass Ausgeglichenheit von extrinsischen, aber natürlich vor allem intrinsischen Faktoren abhängig zu machen ist. Wie also schaffe ich mir eine innere Ausgeglichenheit? Die einen werden sagen Sport, Yoga, Meditation, Social-Media Cleanse – all das sind bewährte Möglichkeiten. Im Wesentlichen kommt es allerdings darauf an wie Wir uns hinsichtlich körperlicher Aspekte ein bewusstes Umfeld schaffen. An dieser Stelle spielt das Vorbeugen von Bewegungsmangel eine entscheidende Rolle. Einen maßgeblichen Anteil daran hat unsere Wirbelsäule, sie wird ständig beansprucht. Nicht ohne Grund klagen derzeit 7,74 Millionen Menschen an einem akuten Rückenleiden.

Ein Rückenleiden vorbeugen können Wir immer und überall, ob es an unserem geliebten Flex-Desk, der heimische Arbeitsplatz oder im Büro unseres Arbeitgebers ist. Der ergonomische Dreisatz verweist darauf unseren Arbeitsalltag mit 60% dynamisch flexiblem Sitzen, 30% Steharbeit und 10% kurzen Botengängen zu Kollegen oder dem nächsten Kaffee aufzulockern. Eine Erinnerung daran unserem Körper durch einen angemessenen Anteil an Bewegung, konträr zu statisch verkrampften Haltungen, etwas Gutes zu tun. Dynamisch flexibles Sitzen – aha, denken einige jetzt. Im Detail bedeutet es eine unverkrampfte Sitzposition einzunehmen und diese nach Möglichkeit anzupassen, je nach Bedarf. Unlängst verweisen die Fitnessexperten und Bewegungsförder von Freeletics auf „die Gefahren des Sitzens“.

In verkrampfter T-Rex Haltung vor dem Laptop kauern – das war gestern. Ebenso wichtig ist der Faktor Steharbeit, der oft vorschnell mit einer großen Investition in aufwendige Schreibtischsysteme verbunden wird. In der gegenwärtigen Zeit finden smarte Add-Ons für die Schreibtische der Nation den Weg auf den Markt. Viele dieser Alltagshelfer schaffen im Handumdrehen aus dem handelsüblichen Schreibtisch eine schnieke Steharbeitsfläche. Woran es mangelt ist eine bezahlbare Alternative zu überteuerten, hydraulisch justierbaren Schreibtischen. Wer nicht hunderte oder tausende Euro auf der hohen Kante hat, sollte seine Gesundheit trotzdem nicht vernachlässigen.

Wer körperlich ausgeglichen ist hat deutlich bessre Voraussetzungen effizient zu arbeiten und kreative Meisterleistungen zu vollbringen. Es kommt aber nicht nur auf intrinsische Faktoren an, maßgeblich beteiligt ist auch unser äußeres Arbeitsumfeld.

Eng mit unserem neuen Credo „Ausgeglichenheit“ verknüpft, findet sich der Begriff Design- Thinking. Ein Novum der Bürowelt, das seinen Ursprung in Palo Alto, Kalifornien an der Stanford University hat. Der zu Grunde liegende Ansatz bezieht sich im Kern auf die kreative Lösung von Problemen oder Aufgabenstellungen. Design-Thinking dient nicht nur zur Erarbeitung prozessualer Lösungen, sondern wird mit der kreativen Aufbereitung von Konzepten verbunden. Das Einbinden neuartiger Arbeitsräume, die eine größtmögliche individuelle Entfaltung der Mitarbeiter ermöglichen soll, hat einen maßgeblichen Anteil an diesem Arbeitsprozess. Die Arbeits- und Erlebniswelten, der Idee des Design-Thinking folgend, nehmen direkten Einfluss auf unsere Wahrnehmung, und damit unsere Psyche. Auf diese Art und Weise sollen individuell anpassbare Arbeitswelten zu kreativen Meisterleistungen anregen.

Dabei spreche ich nicht nur ein Kreativität förderndes Arbeitsumfeld, einen gesunden Snack und das amüsante, bereichernde Gespräch mit anderen Coworkern an. Klar, darin erkennen Wir als passionierte Coworker uns alle wieder, trotzdem sollten Wir uns an dieser Stelle nicht zurücklehnen. Der Körper verlangt nach mehr als einem angenehmen Arbeitsumfeld, es fehlt uns bloß an wichtigen Stellen noch das nötige Bewusstsein.

In der Welt der Corporates, liegt der Fokus, zu Zeiten einer wachsenden Nachfrage nach gerechten, Ausgleich schaffenden und unsere Gesundheit wahrenden Arbeitsplätzen, auf einem nachhaltig, guten Arbeitskonzept für Mitarbeiter. Dabei spielt der ergonomische Arbeitsplatz eine zentrale Rolle.

Ergonomie am Arbeitsplatz, ein Thema auf das auch unser Lieblings-Space zukünftig stärker eingehen wird. Um Leistung zu bringen braucht es nicht nur ein bedürfnisorientiertes Arbeitsumfeld, sondern auch einen gesunden Coworker.

In diesem Sinne.

Bild Gastbeitrag Jannik

2 Comments

  1. Jo 13. März 2017
    • Lara Jacobs 13. März 2017

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