#MeetAndGreet: Wolfgang Kierdorf und The Black Swan

Es gibt neues in unserer Rubrik Meet and Greet – Hier stellen wir Euch unsere Bewohner vor, dieses Mal dabei: Wolfgang Kierdorf mit The Black Swan

Viele von Euch kennen Wolfgang bereits, er ist Autor zahlreicher Bücher zur Unternehmensgründung, Produktivität und Ziellerreichung und auch mit regelmäßigen Vorträgen rund um Themen für Gründer und Startups in Deutschland unterwegs.

Zu seinen bekanntesten Titeln zählen „Hyperproduktiv!“, „Wie man ein verdammt gutes Unternehmen gründet und betreibt“ (unter diesem Titel hat Wolfgang auch bei der diesjährigen Gründerwoche Deutschland gemeinsam mit uns einen Talk angeboten) und „Die Unternehmerausbildung“ – Ihr habt es bereits festgestellt: Wolfgang ist Euer Ansprechpartner, wenn es um erfolgreiche Existenzgründung geht!

Mit The Black Swan ist er außerdem Bewohner im Solution Space und hat sich die Zeit genommen, uns ein paar Fragen für #MeetAndGreet zu beantworten.

wolfgangkierdorf

Solution Space: Hallo, Wolfgang! Viele kennen Dich schon, aber für alle, die noch neugierig sind: Erzähl´uns doch kurz, wer Du bist und was Du machst.

Wolfgang: Ja, mein Name ist Wolfgang Kierdorf, ich bin 43 Jahre alt, bin ursprünglich Informatiker gewesen und mache seit 25 Jahren nichts anderes, als Firmen zu gründen. Ich habe damit angefangen, als ich glaube ich 16 war, da ich aus einer Familie komme, in der es wenig Geld gab und für mich immer wichtig war, nie einen Mangel an Geld zu haben. Da war ich also ziemlich erfinderisch, habe mich selbstständig gemacht und hatte Firmen für alles mögliche – Für Disketten importieren aus HongKong, für Computer zusammenschrauben, für Softwareentwicklung – und habe dann als Softwareentwickler auch für andere Firmen gearbeitet, habe aber gemerkt, so etwa mit 20, dass ich da nicht mehr so gefragt war.

Ich hatte bis dahin so einen „Wunderkind“ Status, war mit 16 ja noch recht klein, konnte aber programmieren, hatte eine tiefe Stimme und habe immer Anzüge getragen. Dann mit 20 war das weg, andere hatten eine fertige Ausbildung oder ein Studium im Bereich Informatik.

Dadurch kam ich dann auch zum Informatikstudium – bis dato hatte ich mir das ja alles selbst beigebracht.

Ich habe dann also Informatik studiert und habe während des Studiums, etwa nach dem 1. Semester, angefangen, die Leute selbst zu unterrichten. Aus dem Material, das ich für diesen Unterricht erstellt habe, habe ich dann Bücher gemacht und über die Bücher habe ich dann direkt nach dem Studium die ersten Jobs bekommen.

Ich war dann bei der IBM, bei METRO, bei Thyssen Krupp, habe immer wieder auch selbst Firmen gegründet und bin dann in der Dotcom Blase 2001/2002 im Dreimonatsrhytmus von einer Firma zur nächsten und habe dann aus den Projekten, die in dieser Zeit alle zum Teufel gegangen sind, eine Softwarefirma gebaut.

Das Geld aus dieser Software Firma habe ich dann genommen und in eine Videospielefirma gesteckt. Ein Jahr später bin ich durch einen Bekannten zu einer Firma gekommen, die sich mit Themen rund um Ärzte und elektronische Gesundheitsakte, elektronische  Gesundheitskarte, da haben wir Hard- und Software gemacht und unter anderem mit Cisco und Siemens gearbeitet. In der Firma waren wir zum Schluss 600 Leute, da bin ich dann raus und habe The Black Swan gegründet.

Solution Space: WOW! Viel erlebt bis zur Gründung von The Black Swan – Kannst Du uns kurz erzählen, was dieses Unternehmen macht?

Wolfgang: The Black Swan habe ich gegründet, weil ich gemerkt habe, dass es das ist, was ich eigentlich am liebsten mache. Ich baue gerne Sachen auf, aber ich bin auch sehr schnell gelangweilt, wenn es um das Betreiben von Dingen geht. Ich habe so einen Zeitraum von ungefähr 3 Jahren, der gut funktioniert und dann muss ich das nächste Ding machen.

Bei The Black Swan ist es ein bisschen anders, die Firma habe ich jetzt 7 Jahre und habe da auch keine Ermüdungserscheinungen, weil ich einfach jeden Tag neue Ideen sehe. Ich muss sie aber nicht mehr selbst machen, sondern habe meine Leute dafür, kann mich da einbringen und mein Gehirn benutzen.

Am Anfang habe ich The Black Swan als Gründungsberatung gegründet, also um Leuten zu helfen, die gründen wollen. Das macht inzwischen noch circa 20% meines Geschäfts aus. 70% sind Mittelständler, die mich engagieren, damit ich ihnen helfe, ihre Firmen auf Kurs zu bringen – da geht es bei vielen um das Thema „Ich will mein Leben zurück“, die arbeiten in erfolgreichen Firmen, können sich da aber nicht rausziehen, sind der Dreh- und Angelpunkt im Unternehmen. Ich helfe ihnen, die Organisation so zu entwickeln, dass sie ohne sie funktioniert. 10% sind Vorstände und Geschäftsführer von großen Konzernen, die ich coache.

Solution Space: Spannend! Und wie bist Du in den Space gekommen?

Wolfgang: Also Stefanie kenne ich schon ein paar Jahre, wir hatten immer on und off Kontakt. Der Space ist neben dem Startplatz eine von zwei Locations in Köln, die renommiert genug ist und wo es Bock macht, hinzugehen. Also habe ich hier einen Ort gesucht, an dem ich Platz für meine Projekte habe und bin so im Solution Space gelandet.

Solution Space: Vielen Dank für Deine Zeit, Wolfgang! 

Wir freuen uns, The Black Swan und Wolfgang Kierdorf im Space zu haben und legen Euch seine Vorträge wärmstens ans Herz, wenn ihr auf der Schwelle zu gründen steht, oder bereits junge Gründer seid!

 

 

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