Pressekonferenz der Stadt Köln zur Studie „Startup.Region Köln“

Die Stadt Köln hat heute gemeinsam mit der IHK zur Pressekonferenz geladen, um die Ergebnisse einer Studie zu präsentieren, die sie beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln in Auftrag gegeben haben. Die Frage der Stadt: Wie ist die digitale Startup Szene in Köln aufgestellt?

Hierfür hat das IW Consult zusammen mit beDirect und Datalovers den neuen Digitalindex für Köln ausgewertet, um die aktuelle Situation des Startup-Standorts Köln zu ermitteln. „Der Digitalindex bewertet anhand von mehr als 10.000 Faktoren den Stand der Digitalisierung von über vier Millionen Unternehmen in allen Städten und Kreisen Deutschlands. „Wir können Unternehmen, Branchen und Regionen miteinander vergleichen, aber auch Behörden und gemeinnützige Organisationen“, sagt IW Consult-Geschäftsführer Peter Schützdeller.“ (Pressemitteilung Institut der deutschen Wirtschaft Köln vom 24.06.2016)
Es heißt dort weiter: „Eine Auswertung für die Stadt Köln zeigt jetzt: Von den fast 63.000 Unternehmen gehören 626 zur digitalen Start-up-Szene (…). Damit ist die Branche in der Domstadt ähnlich wichtig wie in der Start-up-Metropole Berlin, wo 1,1 Prozent der Firmen zur Szene zählen.“ In relativen Zahlen liegt Köln also nicht weit hinter Berlin, die absoluten Zahlen sehen anders aus. Hinzu kommt, dass der Fokus auf „digitalen“ Startups lag und solchen, die bereits eine auffindbare Internetpräsenz aufweisen, da diese Grundlage der Informationsquellen für die Studie waren.

Heute stellt Prof. Dr. Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln die Ergebnisse der Studie vor und sagt auch: zwar ist die Digitalisierung einer der großen Megatrends der deutschen Wirtschaft, doch zeichnet sich der deutsche Mittelstand bisher nach wie vor durch Zurückhaltung aus.

Startups bringen das an den Standort Köln, was der hiesigen Wirtschaft und den hiesigen Unternehmen bislang großteils noch fehlt: Innovation, Internationalität und ein digitales Grundverständnis – so die Erkenntnis der Stadt Köln laut Ute Berg, Dezernentin für Wirtschaft und Liegenschaften.
„Köln ist auf einem guten Weg“, dieser Satz fiel heute häufig. Die heute präsentierten Ergebnisse stimmen optimistisch, sind aber wohl für alle, die sich bereits in der Kölner Startup Szene bewegen, wenig überraschend. Der Standort ist gut aufgestellt, das Rheinland attraktiv, was fehlt ist ein eng vernetzes Ökosystem und die gute Kommunikation nach außen.

Auch Michael Hüther attestiert den „guten Weg“ Kölns, „dennoch habe die Stadt die gleichen Hausaufgaben zu erledigen wie alle anderen Regionen, die digital vorne mitspielen wollen: Sie müssen die Start-up-Kultur weiter stärken, um noch mehr digitale Unternehmen anzulocken, und sollten das Gründen weiter erleichtern.“ (Pressemitteilung IW, 24.06.2016)
Ob das passiert und die Erkenntnisse der Stadt Köln in praktisches Handeln und bessere Kommunikation über die Grenzen Kölns hinweg umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.
Die Ziele sind hoch gesteckt: „Köln will der wichtigste Standort für GründerInnen und Startups neben Berlin werden!“, so Ute Berg.
Wir sind gespannt und hoffen sehr darauf, dass Köln das bereits vorhandene Potenzial zu schätzen, nutzen und zu unterstützen weiß.

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